Rollladen
bestehen aus zugeschnittenen Profilstäben, die durch Ineinanderschieben
an Nuten, Bügeln oder Aufhangeketten gelenkig verbunden werden. Der
komplette, auf das jeweilige Maß aus einzelnen Rollladenstäben
(-profilen) zusammengefügte Rollladen wird Rollladenpanzer genannt.
Rollladenstäbe werden je nach Erfordernis - Stabilität, Größe
und Qualitätsanforderung - in unterschiedlichen Dicken, Breiten und
Formen aus unterschiedlichen Materialien - Kunststoff, Alu, Holz - und
in vielen Farben hergestellt Rollladenstäbe gibt es als einwandige
oder Hohlkammerprofile, auch ausgeschäumt, was Steifigkeit und Wärmedämmung
der Stäbe steigert
Die
Rollladenstäbe eines Panzers müssen gegen seitliches Verschieben
gesichert - arretiert - sein. Die Stabnenndicke ,,a" ist fur die lichte
Weite der Führungsschiene maßgebend. Die effektive Stabdicke
,,b" ist das Maß der größten Stabdicke. Bei Rollladenstäben
aus Vollmaterial entspricht die effektive Stabdicke der Materialdicke.
Die
Stabdeckbreite ,,c" ist die sichtbare Breite eines Rollladenstabes, wenn
die Stäbe des Panzers aufeinanderstehen. Am Anfangsstab (Gurtleiste)
ist der Rollladenpanzer durch Aufhängevorrichtungen (Aufhangegurt,
Aufhängefedern) mit der Rollladenwelle verbunden.
Der
Schlußstab (Endleiste) hat als unterster Stab des Rollladenpanzers
in der Regel einen anderen Querschnitt als die übrigen Stäbe
und soll für einen dichten Abschluß zur Fensterbank (Wärme-
und Schalldämmung) mit einem Dichtprofil versehen sein. Besondere
Formgebung oder zusätzlich am Schlußstab angebrachte Stopfen
dienen als Rollladenanschlag an der Rollladenkasten-Außenschürze.
Im
hochgezogenen Zustand ist der Rollladenpanzer im Rollraum des Rollladenkastens
über eine Welle aufgerollt. Die besondere Formgebung und die Stabdicke
beeinflussen den Ballendurchmesser des aufgerollten Rollladens. Bei Spannweiten
>2,5 m müssen Rollladenstäbe stabiler bzw. dicker sein und führen
zu größeren Ballendurchmessern. Mannigfaltige Profilformen unterschiedlicher
Dicken und Wolbungen wurden entwickelt, um bei großer Stabilität
möglichst geringe Ballendurchmesser zu erreichen.
Für
extreme Panzerbreiten erhalten Hohlkammerprofile zusatzliche Verstärkungen.
Hier ist der günstigste Kompromiß zwischen Material, Stabdicke,
Stabform und verfügbarem Rollraum zu suchen. Bei der Vielzahl
von Fabrikaten und Konstruktionen hilft der Rollladenbaufachbetrieb gerne
bereits bei der Planung. Lichtschlitze in den Aufhängestegen
der Rollladenprofile verhindem eine vollständige Abdunkelung des Raumes
bei hängendem Rollladen. Sie werden verdeckt, wenn der Rollladen vollständig
geschlossen ist, also auf der Fensterbank aufsteht.


Miniprolile
sind extrem dünn (<11 mm Stabnenndicke). Sie werden überwiegend
nachträglich mit vorgesetzten Rollladenkasten bei Altbausanierungen
eingesetzt Schall- und wärmedämmende Eigenschaften sind begrenzt.